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Mundhygiene und professionelle Zahnreinigung

Die Pflege der Zähne und der gesamten Mundhöhle ist Voraussetzung zur lebenslangen Gesunderhaltung des Kauorgans und zum Erhalt von Versorgungen wie Füllungen, Zahnersatz, Implantaten oder zur Sicherung des Behandlungserfolges zum Beispiel bei Parodontitis.

Dabei ist die häusliche Zahnpflege mit

  • Hand- oder elektrischer Zahnbürste,
  • geeigneter Zahnpasta,
  • Zahnseide
  • und/oder Interdentalbürstchen,
  • Fluoridierungsgel

und eventuell weiteren zu empfehlenden Hilfsmitteln die unersetzliche Basis. Tips und Empfehlungen hierzu erhalten Sie gerne in unserer Prophylaxeabteilung.

Die professionelle Zahnreinigung oder Prophylaxe ist ein weiterer wichtiger Baustein in der Erhaltung des Kauorgans. Je nachdem, wie umfangreich die Ablagerungen und Beläge sind, die im Rahmen der häuslichen Zahnpflege nicht beseitigt werden können, ist die professionelle Zahnreinigung alle 3, 6 oder 12 Monate zu empfehlen.
Es werden alle Zahnoberflächen bis zum Zahnfleischrand gereinigt und poliert, dabei werden alle Arten von Belägen oder Ablagerungen entfernt. Zum Einsatz kommen dabei Pulverstrahlgeräte oder Ultraschallinstrumente sowie geeignete Polierinstrumente und Polierpasten.

Mundhygiene bei Kindern und Jugendlichen - Versiegelungen

Lebenslange Mundhygiene sollte für den Menschen spätestens dann zum Thema werden, wenn mit circa 6 Monaten die ersten Zähnchen erscheinen. Hier sind selbstverständlich zuerst die Eltern gefragt, bis das heranwachsende Kind im Laufe der Jahre die selbstständige Mund- und Zahnpflege erlernt hat. Dies sollte spätesten mit dem 6. Lebensjahr erreicht sein.

Mit dem Zahnwechsel und der Einstellung der bleibenden Zähne steigen die Anforderungen an die Mundhygiene noch einmal an, während zeitgleich der Einfluss der Eltern auf die Zahnpflege geringer wird. In dieser Phase ist regelmäßige Kontrolle und Prophylaxe sehr zu empfehlen.

Bei gesetzlich Versicherten ist die Individualprophylaxe bis zum 18.Lebensjahr im Leistungskatalog beschrieben. Die Versiegelung der bleibenden Backenzähne (Molaren) ist im Einzelfall zu empfehlen, je nachdem wie tief reichend die Fissuren ( Furchen in den Kauflächen) der Zähne sind. Mit tiefen, engen Fissuren geht ein hohes Kariesrisiko an diesen Stellen einher, das durch eine Versiegelung mit speziellen Kunststoffen reduziert wird.
Für diese Lebensphase sind sehr unterschiedliche, dem Alter des Kindes und Jugendlichen angepasste Herangehensweisen erforderlich. Tips und Hilfestellungen dazu können Sie in unserer Prophylaxeabteilung gerne erhalten.

Mundhygiene bei Senioren

Die Anforderungen an die Zahnpflege und Mundhygiene im höheren und hohen Alter sind umfangreicher geworden, da

  • die Lebenserwartung deutlich höher geworden ist
  • ältere und alte Menschen heute deutlich mehr eigene Zähne haben
  • die Versorgung mit Zahnersatz, Implantaten und Prothesen deutlich zugenommen hat
  • im Einzelfall eine Pflegesituation die Mundhygiene erschwert

Da sich Knochen und Zahnfleisch im Laufe des Lebens häufig zurückziehen, liegen vielfach die sogenannten Zahnhälse, d.h. der obere Anteil der Zahnwurzeln, frei. Dieser ist deutlich weicher als die natürliche Zahnkrone und damit wesentlich anfälliger für Karies. Auch finden sich im höheren Alter häufiger größerer Restaurationen, Zahnersatz, Prothesen oder Implantate. All dies macht die Zahnpflege anspruchsvoller.

Häufig beobachten wir im höheren und hohen Alter zunehmende Mundtrockenheit. Dies hat verschiedene Ursachen wie Medikamentengabe, aber auch zu geringe Flüssigkeitszufuhr. Der zu geringe Speichel fehlt als natürliche Reinigungs-und Schutzfunktion, die Anfälligkeit für Karies und Parodontitis steigt erheblich.

Regelmäßige Kontrolle, Beratung und professionelle Zahnreinigung sind daher auch im Alter dringend zu empfehlen. Eine Betreuung in Pflegeheimen nehmen wir, soweit möglich, gerne vor. Da unsere Praxis einen Fahrstuhl hat, ist in aller Regel die Betreuung und Behandlung in den Praxisräumen möglich, zumal hier mit Behandlungsstühlen, Röntgengeräten und den erforderlichen hygienischen Voraussetzungen eine Behandlung korrekt durchzuführen ist.

Ernährung

Eine gesunde Ernährung ist eine Grundvoraussetzung, daß unser Körper die Möglichkeit hat, uns ohne Probleme, ohne Erkrankungen ein gesundes Leben zu ermöglichen. Dazu gehört die ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen wie Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Ballaststoffe, Eiweiß, Fette und viele andere.
Hierfür ist eine ausgewogene Zufuhr an Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Milchprodukten, Getreideprodukten, Ölen usw. erforderlich, wobei je nach Ernährungsgewohnheit große Schwankungen möglich sind. Wichtig ist die Qualität der Lebensmittel, um Nährstoffe in möglichst optimaler Form mit möglichst wenig Schadstoffen zuzuführen.
Häufig unterschätzt wird die dringende Notwendigkeit, ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Hier sollte für die Tagesbilanz vor allem Wasser oder Tee berücksichtigt werden.

Zu wenig zu trinken bedeutet, das vielfältige Probleme vorprogrammiert sind

  • die Entgiftung funktioniert mangels ausreichender Ausscheidung nicht richtig
  • Herz-Kreislauf werden überlastet
  • eine trockene Mundhöhle fördert mangels natürlicher Reinigung dort die Bildung von Karies und Parodontitis
  • eine mangelnde Speichelproduktion beeinträchtigt die Verdauungsfunktion negativ mit Auswirkungen auf Magen und Darm
  • letztendlich benötigt unser Gehirn große Mengen Wasser zur normalen Funktion. Eine Unterversorgung kann schnell Probleme wie Konzentrationsmangel oder Vergesslichkeit nach sich ziehen.

Wichtig für eine gesunde Ernährung ist auch eine ausreichende körperliche Bewegung. Nur dann werden die Nährstoffe sinnvoll aufgenommen, verteilt und verarbeitet. Natürlich fördert Bewegung ebenso die Aufnahme und Versorgung aller Bereiche des Körpers mit lebenswichtigem Sauerstoff. Bei Problemen mit der Ernährung ist im Einzelfall sicherlich eine professionelle Ernährungsberatung zu empfehlen, die auch über den Hausarzt veranlasst werden kann.