Zahnarzt GlasmacherErkrankungen des Zahnhalteapparats und der Mundschleimhaut

Gingivitis - Zahnfleischbluten und gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch

Die Gingivitis ist eine Erkrankung des Zahnfleisches mit verschiedenartigen Ausprägungen und Beschwerden. Der Zahnhalteapparat ist hier im Wesentlichen noch nicht betroffen.
Anzeichen für eine bestehende Gingivitis sind

  • Zahnfleischbluten
  • Rötung und Schwellung des Zahnfleisches – gesundes Zahnfleisch sollte blassrosa bis weißlich gefärbt, straff und nicht geschwollen sein.

Ursachen der Gingivitis können unter anderem sein

  • mangelnde Mundhygiene
  • mangelhaft ausgeführte oder überalterte Füllungen oder Zahnersatz
  • Medikamentennebenwirkungen
  • Diabetes
  • verschiedene andere Erkrankungen
  • Schwangerschaft
  • hormonelle Einflüsse
  • Materialunverträglichkeit

Der Vielfalt der Ursachen entsprechend ist zunächst eine ausführliche Besprechung und Diagnose erforderlich, bevor eine Behandlung eingeleitet werden kann.

Parodontitis / Parodontose

Die Parodontitis oder Parodontose (eher veraltete Bezeichnung) ist eine durch Bakterien hervorgerufene Erkrankung des Zahnfleisches und des Kieferknochens. Sie gilt als häufigste Ursache für Zahnverluste im Erwachsenenalter. Die Infektionskrankheit bleibt oftmals nicht auf den Mundraum beschränkt, sondern kann den gesamten Körper beeinflussen und verschiedene Erkrankungen auslösen oder begünstigen. Mögliche Anzeichen einer Parodontitis:

  • Blutet Ihr Zahnfleisch beim Zähneputzen?
  • Ist Ihr Zahnfleisch geschwollen oder empfindlich?
  • Hat sich Ihr Zahnfleisch zurückgezogen oder erscheinen Ihre Zähne länger als zuvor?
  • Haben Sie empfindliche oder lockere Zähne?
  • Hat sich die Stellung Ihrer Zähne verändert oder haben sich Lücken gebildet?
  • Haben Sie Probleme mit Mundgeruch?

Erforderliche Maßnahmen zur Behandlung der Parodontitis sind

  • Eingehende Diagnostik mit mikrobiologischer Bestimmung der auslösenden Erreger
  • bei Bedarf spezielle antibiotische Therapie
  • Optimierung der häuslichen Mundhygiene
  • regelmäßige professionelle Zahnreinigung
  • bei weitreichenderen Problemen Behandlung der Zahnfleischtaschen
  • da Rauchen eine starke schädigende Wirkung auch auf den Zahnhalteapparat hat, ist eine Rauchentwöhnung zu empfehlen.
  • regelmäßige Kontrolle und bei Bedarf Nachbehandlung

Mundtrockenheit

Immer häufiger beobachten wir das Patienten eine zu trockene Mundhöhle haben. Dies trifft vor allem ältere Patienten. Ursachen dafür können sein

  • Zu geringe Flüssigkeitszufuhr
  • Medikamentenwirkungen
  • Mundatmung
  • Allgemeine Erkrankungen

Als Folge länger bestehender Mundtrockenheit sind zu benennen

  • erhöhtes Kariesrisiko, da der Speichel eine wichtige Funktion bei der natürlichen Mundreinigung und Remineralisation der Zähne hat
  • erhöhtes Risiko von Parodontitis aus den gleichen Gründen
  • Einschränkung der Verdauungstätigkeit, da der Speichel wichtige Bestandteile des Verdauungvorgangs liefert ( Enzyme u.A.)

Auch ist zu bedenken, das bei zu geringer Flüssigkeitszufuhr viele andere Körperfunktionen eingeschränkt sein können.

  • Herz-Kreislauf
  • Nierenfunktion
  • Gehirn ( dieses benötigt sehr viel Wasser, so das z.B. Konzentration und Gedächtnis bei reduzierter Flüssigkeitszufuhr schnell beeinträchtigt sind)

Es ist sinnvoll, den persönlichen Flüssigkeitsbedarf annähernd zu wissen, eventuell auch nach Rücksprache mit dem Hausarzt, um eine bessere Selbstkontrolle durchführen zu können.